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MIG - Spiel

Eine Woche selbständig

In der Woche vom 6. bis zum 10. Juni verlief die Zeit für einige Schüler etwas anders als wir es Woche für Woche gewohnt sind. Dies machte sich gleich morgens zu Beginn der Woche deutlich: Man konnte eine halbe Stunde länger im Bett bleiben. Doch blieb es nicht nur bei dieser Änderung, sondern auch der Zielort der morgendlichen Bus-/ Auto- oder Fahrradfahrt änderte sich um in die Sparkassenzentrale in Gifhorn. Eine Woche lang hatten 20 Schüler sich bereit erklärt am MIG (Management-Information-Game), welches vom BNW (Bildungswerk der niedersächsischen Wirtschaft) in Kooperation mit der Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg veranstaltet wurde, teilzunehmen, wenngleich der Schüler an sich sich sehr erschrickt, wenn er erfährt, dass er bis 18 Uhr keine Freizeit hat.

Der grobe Ablaufplan sah vor, dass wir Montag bis Mittwoch das Spiel spielen, am Donnerstag einen Präsentationsabend haben und am Freitag dann in einer Hauptversammlung uns vor den Aktionären unserer Aktiengesellschaft verteidigen mussten.

 

Unser erster Tag begann morgens um 08:30 damit, dass sich der Spielleiter Herr Warfelmann vorstellte, dass wir zwei Seminare über bestimmte Bereiche der Unternehmensführung hatten und dass wir eine Einleitung in das Spiel bekamen. Dann gab es ein leckeres Mittagessen und dann begann schon der Ernst des Spiels. Wir wurden in drei Gruppen aufgeteilt, welche drei konkurrierende Unternehmen waren. Wir alle waren Hersteller eines Stuhles der durch eine Funktion gekühlt wird und sollten das Unternehmen zu großen Gewinnen bzw. wie es leider auch passieren kann, zu großen Verlusten führen. Die erste Aufgabe war es dann seinen Unternehmen und seinem Produkt einem Namen zu geben. So stellte die Climatronix AG den CoolDown her, die Sella AG den chAIR und die ClimaX AG den ClimaX. Eine weitere Aufgabe war es, die Ziele des Unternehmens festzulegen. Dabei kam es dazu, dass man sich die ehrgeizigsten Ziele setzte, welche man selbst als sehr realistisch annahm (z.B. Zielabsatz im 4. Jahr: 1.000.000 Stühle, realisiert: 600.000).

Dann begann auch schon das tagtägliche Durchrechnen der Geschäftsjahre. Dabei mussten wir festlegen wie viel wir produzieren, welche Qualität, wie viel Geld wir in Forschung und Werbung investieren und viele kleinere Investitionen und Kosten. Gerne überging man dort kleine Andeutungen des Spielleiters, dass dies oder das nicht so klug sei und beantwortete dies völlig selbstsicher mit einem „Das ist schon in Ordnung“. Genauso gerne würde man am 4. Spieltag in die Vergangenheit reisen um sich selber das Brett vor dem Kopf abzureißen. Schließlich konnten wir dann um 19 Uhr unsere Rechnungen abgeben und zufrieden nach Hause gehen und voller Spannung auf die Ergebnisse des Geschäftsjahres warten (Naja, die waren dann in unserem Unternehmen nicht so toll).

Auch die zwei nächsten Tage liefen dann ähnlich ab. Wirtschaftsseminare, Auswertungen der Geschäftsjahre, Mittag essen und dann weiter rechnen. Noch dazu kam das man sich auf die Produktpräsentation am Donnerstag vorbereiten musste. Man sammelte so mehr und mehr Erfahrungen und wusste wie viel man produzieren sollte und bei jedem Unternehmen ging es aufwärts, bei manchen schnell bei manchen weniger schnell.

Am Donnerstag wurde dann das letzte Jahr berechnet und man bereitete sich auf seine Präsentation vor. Plakate, PowerPoint- oder Prezi-Präsentationen, 3D-Modelle und Werbefilme wurden erstellt. Abends um 18 Uhr präsentierten wir dann unser Produkt vor einigen Eltern der Schüler, Vertretern aus Wirtschaft, Angestellten der Sparkasse und ehemaligen Spielern. Dabei konnten die Anwesenden abstimmen welches Unternehmen sie am meisten überzeugte und auch knifflige Fragestellungen zu den Produkten stellen, die man dann spontan beantworten musste. Die Sella AG gewann den Präsentationabend mit knappem Abstand vor der Climatronix AG. Auch wenn es sehr beängstigend scheint vor einer Menschenmenge zu reden, so war das aus meiner Sicht der interessanteste Teil der Woche.

Am Freitag mussten wir uns als Vorstand des Unternehmens nun vor den Auszubildenden der Sparkasse und den anderen Gruppen, welche die Aktionäre darstellten, rechtfertigen und unsere Zahlen offenlegen. Danach bedankten wir uns bei dem Spielleiter und den vier Auszubildenden der Sparkasse, die uns die Woche über begleiteten, bekamen ein Zertifikat und schon war viel schneller als man sich es wünschte die Woche vorüber.

Am Ende der Woche wollte ich und andere am liebsten noch zwei oder drei Wochen weiter das Planspiel spielen und auch wenn es sich vielleicht teilweise langweilig anhört so hat es doch sehr viel Spaß gemacht und ich kann nur jedem, der die Gelegenheit hat das Planspiel zu spielen wärmstens empfehlen diese zu nutzen, denn in der Woche lernt man sehr viel über die Wirtschaft, versteht viele Dinge viel mehr und hat dabei auch Spaß jeden Tag gespannt auf die Ergebnisse zu warten und dann auf die Konkurrenz zu reagieren um möglichst viel Absatz zu erreichen.

Matthias Witt