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Hubertus Heil am HG

 

Hubertus Heil ist der direkt gewählte Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Gifhorn/Peine. Bevor er mit 15 Jahren bereits der SPD beitrat, engagierte er sich schon sehr viel ehrenamtlich. Nachdem er sein Studium in Politikwissenschaften abgeschlossen hat wurde Herr Heil MdB Hubertus HeilBerufspolitiker. Nun hat er zwei Tätigkeitsschwerpunkte in seinem Wahlkreis sowie in Berlin. Zum einen ist er dafür da, dass er die Interessen seiner Wähler vertritt und immer für diese ansprechbar ist. So gibt es einmal im Monat eine Bürgersprechstunde sowie täglich die Möglichkeit mit ihm oder einer seiner Mitarbeiterin zu reden. Zum anderen muss Hubertus Heil zwei- bis dreimal im Monat nach Berlin und von dort aus arbeiten. Sein „Vorgesetzter“ ist Frank Walter Steinmeier. Die Hauptthemen Heils sind Wirtschaft und Arbeit

 

Im ersten Themenblock beantwortete der SPD-Anhänger Fragen zum alltäglichen Leben eines Politikers. Zu der persönlichen Frage wieso er ausgerechnet der SPD beitrat sagte er, dass es die eigene Überzeugung war. Die Schulpolitik entsprach nicht seinen Vorstellungen, Freiheit und Gerechtigkeit spiegelte die SPD am besten wieder. Seine Grundüberzeugung fand er in dieser Partei wieder. Ein Berufspolitiker beginnt seinen Tag um 7.30 Uhr wenn er in Berlin ist und er dauert teilweise bis spät in die Nacht an. „Es ist ein Vollzeitjob mit bis zu 70/80 Stunden die Woche", so Heil. Neben der SPD gehört er auch der Gewerkschaft an um die Interessen von Arbeitnehmer vertreten zu können. Die Frage, ob er sich selbst als Spitzenkandidat für die Landtagswahlen 2013 sieht beantwortete der Politiker eher ausweichend, da die Beantwortung dafür zu früh ist. Erst müsse man die Kommunalwahlen am 11.September dieses Jahres abwarten und auch dann ist es eher wichtiger als Team zusammenzuarbeiten.

Seine Partei ist unterjüngt und hat zu wenige Frauen. Daher ist Hubertus Heil dafür, dass Nicht-Mitglieder Kandidaten mitbestimmen dürfen. Für die Kandidatenwahl ist das Ganze von Vorteil, da die Partei merkt, welcher der Kandidaten die Bürger scheinbar am besten vertritt. Vorsitzende sollte man auf diese Weise eher nicht bestimmen, damit Parteigegner der SPD so nicht schaden könnten. Es ist ein guter Vorschlag, den man ausprobieren sollte. Trotz der Überalterung in der Partei werden die Interessen von jüngeren Menschen gut vertreten, denn es gibt wieder mehr Jugendliche die politisch interessiert sind. Die schlechte Vertretbarkeit der Interessen liegt eher daran, dass es zu viele verschiedene Meinungen gibt, aber wer sich nicht engagiert, der darf sich auch nicht beschweren. Politiker bekommen enorm hohe Renten. Laut Heil sind diese nicht gerechtfertigt. Der hohe Verdienst in einigen Ämtern ist gerechtfertigt durch die hohe Verantwortung die diese beinhalten. Dass diese Ämter nach ein paar Jahren eine viel höhere Rente bekommen als andere Arbeiter, die ihr ganzes Leben lang arbeiteten ist jedoch nicht gerechtfertigt. Zuschauerfragen

Der zweite Themenblock ging um soziale Gerechtigkeit und die Arbeitslosigkeit.

Zuerst wurde dem Politiker eine Karikatur gezeigt. Diese interpretierte er folgendermaßen: Hartz IV ist zu wenig und reicht nicht für das Leben. Er zweifelt an der Versorgung und die Menschen müssen aus der Arbeitslosigkeit herausgeholt werden. Das ist das wichtigste. Die Einführung des Mindestlohns ist in einigen Branchen sinnvoll, da es viele Menschen gibt, die zwar einen Vollzeitjob haben, jedoch zu wenig verdienen und trotzdem noch Arbeitslosengeld beantragen müssen um sich und die Familie durch das Leben zu bringen. Menschen wird nicht geholfen, wenn man ihnen Geld gibt. Eher sollte man soziale Einrichtungen wie Kitas kostenlos machen. Ältere Langzeitarbeitslose benötigen eine aktive Hilfe um wieder einen Job zu bekommen. Hubertus Heil gibt an, dass innerhalb von 10 Jahren 65000 Jugendliche die Schule ohne Schulabschluss verlassen. Diese Masse benötigt eine Aktion 2. Chance, in welcher sie ihren Schulabschluss nachholen können. Alleinerziehende Mütter, so sagt er weiter, sind arbeitslos, weil Familie und Beruf sich nicht miteinander vereinbaren lassen. Ebenso Menschen mit Migrationshintergrund. Ihnen wird nicht geholfen die Deutsche Sprache zu lernen, sodass sie keine Arbeit finden. Deutschland benötigt eine aktive Arbeitsmarktpolitik. Unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel spart Geld im Bildungswesen ein. Hubertus Heil nennt diese Sparvariante „dumm sparen“, denn die einzigen Ausgaben die das Land haben sollte, sollten die Bildung, die Gesundheit und die Kommunen beinhalten. Die Staatsfinanzen bekommt man zwar auch mit Streichungen in den Griff, doch man sollte an den richtigen Stellen streichen. Des Weiteren muss die Wirtschaft in Gang gebracht werden und die Steuereinnahmen durch mehr Beschäftigte steigen. Neben der aktiven Arbeitsmarktpolitik ist eine Vorsorgepolitik zwingend notwendig. Der Arbeitslosigkeit kann man mithilfe von Durchsetzungen von gleichen Bildungsstandards in ganz Deutschland sowie abgesetzten Studiengebühren entgegen gewirkt werden. Bildung ist ein öffentliches Gut, welches jedem zusteht. So kann es nicht sein, dass ein Studium selber bezahlt werden muss. Langzeitstudierende sollen Gebührenpflichtig bleiben, doch die Regelstudienzeit sollte anders finanziert werden, so Heil, wofür er Zustimmung der Zuhörer erhielt. Gemischte Reaktionen

Am Ende des Themenblocks wurden dem Politiker einige Sätze vorgelegt, die er beenden sollte. Diese wurden sachlich und objektiv fortgeführt. Mit seinen Äußerungen hat er die Meinung der Zuhörer nicht versucht zu beeinflussen in die SPD zu kommen, sondern Hubertus Heil hat Abstand gewährt und jedem seine Meinung selbst überlassen.

Der dritte und letzte Themenblock beschäftigte sich mit der Atompolitik und dem Problem der Endlagerung von Atommüll in Deutschland. Ursprünglich sollten bis Herbst 2010 alle Atomkraftwerke abgeschaltet werden, doch dann kam Merkel mit der Laufzeitenverlängerung. Viele Energiekonzerne hatten sich bereits gerüstet mehr in erneuerbare Energien zu investieren, doch durch die Verlängerung hat keiner der Konzerne dies umgesetzt. Die Abschaltung bis 2022 ist jetzt jedoch möglich. Der Strom, der ohne Atomkraftwerke in Deutschland später produziert werden soll, soll nur innerhalb von Deutschland bleiben und auch kein Import aus anderen Ländern soll benötigt werden, damit nicht erneut der Atommüll in Deutschland gelagert werden muss. Es gibt nur ein einziges Atommüllendlager in ganz Deutschland und dieses wurde unter politisch nicht korrekten Bedingungen zu jenem. Die Energiewende ist für Deutschland eine große Chance, da durch neue, regenerative „Kraftwerke“ viele Arbeitsplätze entstehen. Zuschauer

Würde die Energiepolitik nicht alle vier Jahre geändert werden, würden in Deutschland schon keine Atomkraftwerke am Netz mehr sein. Weltweit ist es möglich den benötigten Strom aus der Solarenergie zu gewinnen. Für Deutschland selber ist eher die Windenergie der größte Energielieferant. Die gesamte Technik gehört weder in staatliche noch in private Hände. Atomkraftwerke gehören abgeschaltet. So beendete Hubertus Heil seine Gesprächsrunde.

Ein Schülerbeitrag von Sophie Hänsgen.