Kurzhinweis

„Dem Menschen zugewandt

die Welt entdecken,

bewahren und gestalten“

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unseres
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Unsere Namensgeber
Wilhelm Freiherr von Humboldt (1767-1835)

Preußischer Politiker, Schulreformer, Sprachforscher und Philosoph.Wilhelm Freiherr von Humboldt
Er wurde am 22. Juni in Potsdam als Bruder des Naturwissenschaftlers Alexander von Humboldt geboren und studierte Rechtswissenschaften an den Universitäten von Frankfurt an der Oder, Göttingen, Weimar und Jena. Während und nach den Napoleonischen Kriegen stand er im preußischen Staatsdienst, reformierte als Erziehungsminister das preußische Schul- und Universitätswesen nach humanistischen Prinzipien und den sozialreformerisch-anthropologischen Ansätzen des Schweizer Reformpädagogen Johann Heinrich Pestalozzi. Humboldt gründete in Berlin eine Universität, die nach ihm benannt wurde. Von 1810 bis 1815 war er Botschafter in Wien und nahm am Wiener Kongreß teil. Später war er Gesandter in London. 1819 quittierte der liberal gesinnte Humboldt den Dienst als preußischer Beamter und brachte damit seine Opposition gegen die repressive und reaktionäre Politik des Staatsapparates zum Ausdruck. Den Rest seines Lebens widmete er sich wissenschaftlichen Studien. Er war einer der ersten Gelehrten, die der Überzeugung waren, daß eine Sprache Kultur und Charakter ihrer Sprecher widerspiegele und daß sie im historischen und anthropologischen Zusammenhang untersucht werden sollte, und nahm damit bereits Erkenntnisse der modernen Ethnolinguistik vorweg. Seine linguistischen Studien erstreckten sich auf verschiedene Sprachen, darunter ostasiatische wie Chinesisch oder Japanisch und semitische Sprachen, aber auch Ungarisch oder Ägyptisch. Die Ergebnisse seiner Untersuchungen, aber auch grundsätzliche sprachtheoretische Überlegungen stellte er beispielsweise in einer Abhandlung über die baskische Sprache (1821) und in seinem sicherlich bekanntesten, großangelegten Werk Über die Kawi-Sprache auf der Insel Java (1836-1840) dar. Er verfaßte neben seinen philologischen und sprachtheoretischen Untersuchungen auch Arbeiten zur Staatstheorie und übersetzte Werke der klassischen Antike aus dem Griechischen. Er pflegte auch einen Schriftwechsel mit Johann Wolfgang von Goethe, der 1876 veröffentlicht wurde.