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Frau Mwaka berichtet am HG über Arbeit in Uganda

Das Humboldt-Gymnasium unterstützt den Freundeskreis mit Spenden.

 

Vergabe von Kleinkrediten, Hospital, Schulen, Ausbildungsstätten, Betreuung von Waisen, Aids-Fürsorge - die Liste der Maßnahmen, die der Freundeskreis für christliche Sozialarbeit um Elisabeth Mwaka im ugandischen Butiru umgesetzt hat und noch immer ermöglicht, ist lang. Einen Eindruck von ihrer Arbeit gab die gebürtige Hankensbüttelerin am Donnerstag bei einem Vortrag in der Pausenhalle des Humboldt-Gymnasiums.

 

 

Die Stühle reichten nicht aus, so viele Schüler wollten wissen, was Mwaka, die 1990 erstmals für zwei Jahre nach Uganda kam, um als Entwicklungshelferin zu arbeiten, zu berichten hatte. Kein Wunder, schließlich unterstützt die Schule den Freundeskreis mit seinem Uganda-Projekt. "Seit 1993 besteht die Beziehung zu Elisabeth Mwaka, alle paar Jahre kommt sie zu uns und andere Schulen, um über Erreichtes zu berichten. Wenn man weiß, wohin eine Spende geht, dann freut man sich, weil man etwas Gutes getan hat", sagte die stellvertretende Schulleiterin Claudia Gerhardy. Zunächst betreut von der Schülervertretung, kümmert sich seit 20 Jahren Oberstudienrätin Elke Bode um Spendenaktionen. Dazu zählt der regelmäßige Kuchenverkauf, der einmal pro Woche läuft und dessen Erlös an den Freundeskreis mit Sitz in Hankensbüttel überwiesen wird. Damit sollen vor allem das Schulgeld und die Ausstattung der Waisenkinder ermöglicht werden. Zwischen 2002 und 2013 sind so laut Schule schon mehr als 32.000 Euro zusammengekommen. Am Donnerstag überreichten die Schüler die nächste Spende von 2700 Euro in Form eines symbolischen Schecks.

Wie anders es in Uganda ist, machte Mwaka, die in den ersten Jahren in Butiru viele Waisenkinder in ihrer eigenen Familie aufgenommen hatte, an verschiedenen Beispielen deutlich. So umfasse die Grundschule die Klassen 1 bis 7 und beherberge 700 Schüler. "Wir haben 60 bis 80 Kinder pro Klasse, es ist ziemlich voll." Viele Waisen seien nie oder höchstens zwei Jahre zur Schule gegangen. Um ihnen dennoch dabei zu helfen, Geschwister zu unterstützen oder ihre Kinder besser zu versorgen, bietet der Freundeskreis ihnen eine halbjährige Ausbildung an - zur Schneiderin, zum Schreiner, zum Schlosser. Viele von ihnen könnten sich dadurch ein eigenes Geschäft zu gründen. Kleinkredite an Frauen, bei denen es um geringe Beträge wie 30 Euro gehe, helfen zusätzlich, ein eigenes Standbein aufzubauen.

Noch deutlicher wurden die Unterschiede, als Mwaka berichtete, dass Mehrfrauenehen in Uganda legal seien und Albinos in vielen Familien als Fluch betrachtet werden. Aus diesem Grunde würden sie entweder gleich nach der Geburt getötet oder ausgesetzt. Viele Einwohner wüssten zudem nicht, wie alt sie seien. Strom gebe es nicht immer durchgehend und oft nur an Hauptstraßen entlang.

Wie effektiv die Arbeit vor Ort ist und was sie den Menschen ermöglicht, wurde in dem Vortrag schnell deutlich: Aus vielen Waisenkindern, denen Mwaka und der Freundeskreis helfen konnte, wurden Menschen in hoch angesehenen Berufen: Bürgermeister, Finanzmanager, Lehrer, Ärzte. Für ihr Engagement erhielt sie kürzlich das Bundesverdienstkreuz am Bande.

10. Mai 2019 / Braunschweiger Zeitung