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Stratosphären-Ballon 2017 B - am Humboldt-Gymnasium

 

Dreimal so hoch, wie Urlaubsflieger fliegen. Mit Helium auf 37 800 Meter in zweieinhalb Stunden. Dann ein Knall und mit dem Fallschirm zurück zum Boden. Schüler des Humboldt-Gymnasium haben einen Stratosphärenballon gebaut und ihn steigen lassen. Gefunden haben sie ihn fünf Stunden später in Calvörde. Jetzt beginnt die Auswertung der Daten.

 

 

 

In Calvörde in Sachsen-Anhalt haben sie ihn wieder gefunden. 60 Kilometer von Gifhorn entfernt, neben dem Mittellandkanal. „Wir haben ihn schon fast aufgegeben, nachdem er sich 4 Stunden lang nicht mehr gemeldet hat“, sagt Guido Mussehl, Physiklehrer am HG. Gemeinsam mit seinem Kollegen Christian Graef hat er das Projekt betreut. Das GPS-Gerät sendete bis zum Ende, die Kamera gab kurz vor Schluss den Geist auf. Wahrscheinlich war ihr zu kalt. Minus 56 Grad herrschen 37800 Meter über der Erde bei einem Druck von 5hPa.

 

Ballon steigt vom Acker vor der Schule

 

Um 11.42 Uhr haben sie den Ballon steigen lassen. Mit dem Auto ging es dann hinterher. Immer dem Signal nach. „Den Sichtkontakt hatten wir innerhalb einer halben Stunde verloren“, sagt Mussehl. Der Ballon ist in 5km Höhe trotz 2m Durchmesser nicht mehr zu erkennen.

 

 

Dorthin, wo das Wetter ist

Weit dahinter: Troposphäre und Stratosphäre. Die Teile des Himmels, in denen sich das Wetter abspielt. Das Ziel des Ballons: Informationen sammeln. Über Luftfeuchtigkeit, Luftdruck und Temperatur. Geräte, die das Aufzeichnen können, sogenannte Datenlogger, waren an Bord. Dazu eine Kamera. An Bord, das heißt in einer Styroporschachtel mit Loche drin. Insgesamt 790g schwer. Daran eine zehn Meter lange Schnur und ein Fallschirm. An dem wiederum ein großer Heliumballon, der Motor des Ganzen. Alles zusammen gut 500 Euro teuer. Die zwölf Schüler der zehnten und elften Klasse hatten den Ballon in der Projektwoche gebastelt. „Physikunterricht, 1000 mal spannender als aus Büchern“, nennt Mussehl das. Vor allem, weil neben Bastelgeschick jede Menge Organisationstalent gefragt waren.

 

Starterlaubis für eine Schuhkiste

Eine Starterlaubnis musste eingeholt werden. Schon für eine schuhkistengroße Kiste. Gleich zwei Stück. Von der deutschen Flugsicherung und dem Luftamt Niedersachsen. Dazu dutzende Berechnungen. Wo könnte die Kiste laden? Dresden genauso, wie in Halle. Das ist jeden Tag anders. Und was, wenn die Kiste in ein Auto kracht? Und das wiederum in noch eines. Versicherungen mussten abgeschlossen und immer wieder der Starttermin bestätigt werden.

 

Fix und fertig zuhause

Am Montagabend waren die Schüler und ihre Lehrer wieder zuhause. „Alle fix und fertig“, wie Mussehl sagt. Im nächsten Schuljahre werden sie jetzt damit beschäftigt sein, die Daten ihres Wetterballons auszuwerten.

 

 

Der Flug in der Animation: http://doarama.com/view/1429400

 

 

Bilder vom Stratosphären-Ballon 2017 am HG  

 

Das Video folgt noch